Erziehungsziele

Das lernen Sie und ihr Hund bei MainHund:

Lernziele für den Hund:

  • Mein Mensch regelt das schon: vertrauensvolle Orientierung auf den Besitzer
  • Iss was?: Sicherheit in Alltagssituationen
  • Die Zähne zeigt, wer’s nötig hat: angemessen kommunizieren
  • Naaaa guuut: Frustrationstoleranz und Impulskontrolle lernen (Warten, NEIN)
  • Drugs and Rock’n’Roll: Bewegungsreizen (Ball, Jogger, Radfahrer, Wild…) widerstehen
  • Geschmäcker sind verschieden: Essbares wieder abgeben und liegen lassen
  • Bin schon da: Kommandos (Rückruf, Sitz, Platz, Fuss) verbindlich befolgen
  • Von der Langeweile zur Entspannung: Ruhe halten können

Lernziele für den Menschen:

  • Setz dich und nimm dir ’nen Keks: Das Richtige Belohnen
  • Stop!: Unerwünschtes Verhalten angemessen und fair unterbinden
  • Was hat er gerade gesagt?: Körpersprache des Hundes erkennen und einordnen können
  • Body talk: Die eigene Körpersprache richtig einsetzen
  • Besser ohne Ball: Gute Spiele und sinnvolle Beschäftigung
  • Von Geistern, die ich rief: Problematische Verhaltensweisen erkennen

Sie und ihr Hund lernen, wie sie sich in folgenden Situationen am besten verhalten:

  • bei Begegnungen mit Menschen
  • bei Begegnungen mit Hunden
  • bei Begegnungen mit anderen Tieren
  • in Angst auslösenden Situationen
  • in Feld, Wald und Wiese
  • im Haus und anderen geschlossenen Räumen

Das 1. Jahr ist besonders wichtig für die Verhaltensentwicklung eines Hundes. Erwünschtes wie Unerwünschtes wird besonders schnell erlernt, die Gehirnstrukturen bilden sich dem entsprechend aus. Schneller als er SITZ gelernt hat, hat Hundchen möglicherweise über den Selbstbelohnungseffekt Spaß am Verfolgen von Radfahrern oder Joggern bekommen oder bildet sich jeden Morgen ein, höchstpersönlich den Briefträger in die Flucht geschlagen zu haben. In der Erziehung junger Hunde kommt es darauf an, das Gewollte durch Belohnung zu verstärken und eine Verselbständigung unerwünschten Verhaltens zu verhindern.

Eine gute Welpen- und Junghunderziehung hilft, Probleme im Vorfeld zu vermeiden. Das setzt auf TrainerInnenseite voraus, dass mögliche Probleme erkannt werden und nicht noch das Falsche unwissentlich gefördert wird. Dazu braucht es ein fundiertes Wissen über das Hundeverhalten, rassespezifische Besonderheiten, das Lernen und einiges an Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Prüfen Sie, wem Sie sich anvertrauen, denn Sie wollen die nächsten Jahre mit ihrem Hund zusammen leben. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn viel mit Bewegungsreizen und Motivationsobjekten wie Quietschies oder Reizangeln gearbeitet wird, denn bei entsprechender Veranlagung erhalten Sie eher einen überdrehten, jagdverrückten Hund, der kaum still sitzen kann, statt eines entspannten Familienhundes. Und trauen Sie erst Recht niemandem, der behauptet, “Hunde regeln das Alles unter sich”. Ein guter Trainer weiß, was man laufen lassen kann, und wo und wie man einschreitet.